2016-08-31

Samsung Österreich: "Geräte bauen genügt nicht mehr"



- Samsung hat den Wandel vom Billiganbieter in den Premiumbereich hinter sich, sagt Samsung-Manager Martin Wallner. 

- Das Unternehmen setzt große Hoffnungen in den Displaymarkt. Bald werden alle beklebten Plakatflächen und Schaufenster zu Displays.

-Aber das Unternehmen muss weiterdenken. Nur die Hardware zu verkaufen ist zuwenig. Es braucht auch Services um Kunden zu binden. 


Der heimische Handymarkt ist in Bewegung. Immer mehr chinesische Unternehmen drängen nach Europa. Macht Ihnen das zu schaffen?

Martin Wallner: Im Smartphone-Premiumsegment, also bei Geräten ab 400 €,ist es nach wie vor ein Zweikampf zwischen Samsung und Apple. Man muss ganz ehrlich sagen,

2016-08-30

Als Übersetzer im Smart Home


- Das Smart Home wird sich bald zum Milliardenmarkt entwickeln. In Deutschland werden bereits jetzt fast 700 Millionen € dafür ausgegeben.

- Es ist aber immer noch ein Nischenthema. Das Smart Home hat den Sprung in die breite Masse noch nicht geschafft. 

- Ein Hindernis sind fehlende Standards, so die Brancheneinschätzung. Ein Wiener Start-up versucht mit eigener Lösung entgegenzu wirken.


Technisch ist vieles möglich. Zum Beispiel mit einem Home-Control-Paket des deutschen Herstellers Devolo: Mit vernetzten Steckdosen, kabellosen Schaltern, Bewegungsmeldern, Thermostaten oder Rauchmeldern ist man dem Smart Home ohne große Investitionen einen guten Schritt näher gerückt.

2016-08-28

Software wird für Schiessel EDV zum zweiten Standbein



- IT-Services halten Schiessel EDV am Leben. Für nachhaltiges Wachstum hat das Unternehmen aber in eine neue Sparte investiert: in Verwaltungsprogramme für Schulen.


- In Österreich gibt es rund 10.000 Schulen. Das sei ein riesiger Markt, sagt Peter Niederleithner, Geschäftsführer von Schiessel EDV.


- Schulen können mit der richtigen Technik den Verwaltungsaufwand zu Schulbeginn um bis zu 40 Prozent reduzieren.



Während heimische Schüler noch die letzten Sommertage genießen können, geht es in den Schulen bereits rund. Anmeldungen und vor allem die mühsame Planung der Stundenpläne bringen Schulverwaltungen zu Beginn eines neuen Semesters ganz schön ins Schwitzen.

2016-08-19

"Welche europäische IT-Infrastruktur wollen wir?" - ein Gespräch mit Alpbach-Direktor Philippe Narval und IT-Unternehmer Marcus Weixelberger

Narval (li.) und Weixelberger im Gespräch: cc Michael Fasching.


KMU sind mit der Digitalisierung noch überfordert, sind sich Marcus Weixelberger, Geschäftsführer Gekko IT-Solutions, und Philippe Narval, Managing Director des Forum Alpbach, einig. Für Innovationen brauche es aber auch mehr Investitionen in die IT.





Sie beschäftigen sich als Geschäftsführer eines IT-Unternehmens und des Forums Alpbachs unter anderem mit dem Thema Nachhaltigkeit. Wie nachhaltig ist denn die heutige IT?

Marcus Weixelberger: Nachhaltigkeit muss man definieren. Oft gelten Produktzyklen als das Nachhaltige. Kommt eine neue Produktgeneration, ist die vorangegangene veraltet.

2016-08-12

Softwarekonzern Sage ist am Sprung über den großen Teich


- Der britische Softwarekonzern Sage krempelt sein Geschäft komplett um: Neue Produkte, ein neues Geschäftsmodell und Kunden in den USA sollen langfristig Wachstum bringen.

- Sage möchte künftig nur noch Abos verkaufen. Das bringe langfristiges Wachstum. 

- Statt der lokal programmierten Lösungen, werden globale Programme beworben. Das spart Ressourcen.


CHICAGO. "Hi, ich bin Pegg, und ich kann helfen, deine Ausgaben festzuhalten", lautet der erste Satz in der Facebook-Konversation mit Pegg übersetzt. Wer mit Pegg schreibt, landet nicht bei einem Menschen, sondern beim ersten Chatbot-Buchhalter, programmiert vom britischen Softwarekonzern Sage.

Sage CEO Stephen Kelly: "Die Netsuite-Übernahme ist gut für uns"


Sie haben gerade die Unternehmenszahlen für das dritte Quartal veröffentlicht. Sind Sie zufrieden?


Stephen Kelly: Britische Unternehmen veröffentlichen normalerweise nur Ganz-und Halbjahreszahlen. Aber im Sinne der Transparenz geben wir auch im ersten und dritten Quartal einen kurzen Überblick. Wir zeigen den Investoren damit, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

2016-01-27

Peter Lieber: "Software wird zur Überlebensfrage"



- Software ist überall enthalten. Immer weniger Programme werden aber in Österreich hergestellt. Das schade dem Standort, sagt der Verbandschef der heimischen Softwareindustrie (Vösi), Peter Lieber.

- Förderungen laufen in Österreich oft falsch: Anstatt das Mittelmaß zu stärken, gehören Stärken forciert.

- Da es viele Jobs bald nicht mehr gibt, sei eine Wertschöpfungsabgabge gefordert, so Lieber. 


Die IT-Branche hat zuletzt deutlich stärker zugelegt als die Gesamtwirtschaft. Wie sieht es in der Softwareindustrie aus?

Peter Lieber: Der Softwaremarkt sinkt in Österreich. Es gibt immer mehr Programme, die nicht hier entwickelt werden. Wir sind somit ein Adaptierungsland. Das heißt nicht, dass gar keine Innovationen stattfinden. Die Objekterkennung für autonomes Fahren ist zum Beispiel eine österreichische Erfindung. Aber das ist die Ausnahme.

Woran liegt das?

Wir haben 35.000 IT-Unternehmen, davon sind 90 Prozent EPU. Nur rund zehn Prozent haben Mitarbeiter. Industrielle Softwareentwicklung geht aber nur mit Mitarbeitern oder mit reproduzierbarer Software. Wir sprechen hier von 200 bis 400 Unternehmen. Auf dem Markt gibt es außerdem großen Druck. Die Bereitschaft, für Programme Geld auszugeben, ist, seit es Apps gratis gibt, gering. Software ist überall enthalten, trotzdem wird die Branche stark unterschätzt.

2015-08-28

Der lange Weg zur Pilotfabrik

 
Warten auf die Pilotfabrik
- In Wien Aspern eröffnet die erste Industrie 4.0-Pilotfabrik ihre Pforten. Die 4 Millionen € teure Anlage wurde gefördert vom Verkehrs- Innovations- und Technologieministerium, der TU Wien und Partnerunternehmen.

 

- Die Förderung war nicht ganz einfach: Die Forschungsförderungsgesellschaft musste dafür eine neue Förderschiene aufbauen.

 

- Eine neue Halle und weitere Pilotfabriken gibt es wahrscheinlich erst 2017. Nun ist die Fabrik erstmals in der Pilotphase.

 

 Mit etwas Verspätung wird in Wien Aspern die erste Pilotfabrik eröffnet. Hier sollen sich Wissenschaftler und Unternehmen an die Industrie 4.0 annähern. Noch steckt die Fabrik in der Pilotphase.



Wien. Viel Platz ist in der rund 500 Quadratmeter großen Fertigungshalle nicht. Wenn im Technologiezentrum Aspern IQ die erste Industrie-4.0-Pilotfabrik eröffnet wird, kann es für die Besucher zwischen den Produktionsmaschinen eng werden.

2015-08-24

Industriebetriebe investieren 4 Milliarden € in Industrie 4.0

- Industrie 4.0 ist bei den Vorständen heimischer Industriebetriebe angekommen.

 

- Bis 2020 werden laut PwC-Studie jährlich 4,3 Milliarden € investiert. Das entspricht pro Unternehmen 3,8 Prozent des jährlichen Umsatzes.

 

- Die Umsätze werden dank Industrie 4.0-Ansätze um 13 Prozent steigen.

 

Laut einer Studie des Beratungsunternehmens PwC lassen sich heimische Industriebetriebe die Digitalisierung - unter dem Schlagwort Industrie 4.0 -  vier Milliarden € kosten. Das bringe zusätzliches Wachstum.

2015-08-23

Behördenwege machen auch im Netz keinen Spaß

Wie unlängst berichtet wurde, möchte man seitens der EU nun KMU stärker unter die Arme greifen und ihnen durch den Behördendschungel helfen. Ganz ehrlich: Es wird auch Zeit. Dass hier die Politik verstärkt aktiv wird, ist wichtig. Mit dem Willen allein ist es aber noch nicht getan.

2015-06-25

Digitaler Wandel: Nur jedes vierte Unternehmen handelt

 - 40 Prozent der Unternehmen fürchten Umwälzungen in ihrer Branche.

 

 - Digitalisierung ist aber als Thema noch nicht im Vorstand angekommen.

 

 - Vor allem die Pharmabranche fühlt sich sicher.

2015-06-11

Industrie 4.0: Es fehlt an der Basis

Die Vernetzung der Industrie ist längst wirtschaftspolitische Marschrichtung. Neben Geschäftsmodellen, fehlt es aber auch noch an technische Grundlagen, heißt es beim M2M-Forum in Wien.

2015-06-05

Schwerpunkt Collaboration: Unternehmen suchen nach sozialen Technologien

Quelle: Cisco

Social Collaboration und soziale Netzwerke in Unternehmen können die Produktivität steigern und Kosten senken. Es klappt aber nur mit einem Kulturwandel und gewillten Mitarbeitern.


WIEN. "Die Kollaboration bricht zusammen", sagt Marcus Veit, COO des Schweizer Beratungsunternehmens Fehr Advice. Und zwar immer. "Da gibt es genügend wissenschaftliche Beweise."

2015-06-03

Systemkampf in der IT: Statt Konkurrenz nun das Ökosystem

IT-Unternehmen bauen mit Partnern eigene Ökosysteme. Die Kollaboration muss sich aber erst beweisen.

Eines hat sich in der Wirtschaft gehörig verändert: "Firmen konkurrieren nicht mehr miteinander", sagt Ferry Habasche, Wissenschaftler am Institute für Strategic Management der Wirtschaftsuniversität Wien. Der Wettkampf ist natürlich nicht vollkommen verschwunden, aber die Fronten haben sich klar verschoben.

Europäische Unternehmen sind für große Datenmengen nicht vorbereitet

Die Firmennetzwerke müssen mit großen Datenmengen umgehen können. Es wird aber kaum investiert.


Themen wie Cloud-Computing, mobiler Datenzugriff und die Internetanbindung von Maschinen (Machine to Machine oder auch M2M) stellen Unternehmen zunehmend vor Herausforderungen.